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Rinteln
Mehr Wind und Ertrag für Investor in Goldbeck 03.09.2010
Rinteln (dil). In der Bauausschusssitzung am Mittwoch hätte man dem Grundsatz "Das Bessere ist der Feind des Guten" folgen können, wenn die SPD es gewollt hätte. Das meint der FDP-Ratsherr Paul-Egon Mense. drucken
Aber mit der Einstellung "Eine schlechte Entscheidung ist besser als gar keine" sei dann der Antrag der CDU/FDP Gruppe abgelehnt worden.
Ein weitaus besserer Standort ist laut Mense die Fläche um Goldbeck herum, auf der sich jetzt schon einige wenige Windräder befinden: "Weitaus besser auch für den Betreiber, weil dort die Windverhältnisse ergiebiger sind."
"Neben dem Schutz von Arten, Lebensgemeinschaften und Lebensräumen ist der Sicherung und Entwicklung des Landschaftsbildes sowohl in seiner natürlichen beziehungsweise naturnahen Ausprägung als auch in seinen historisch gewachsenen Formen eine besondere Bedeutung beizumessen", zitiert Mense aus dem Raumordnungsprogramm. "Wer das ernst nimmt, und das sollte man doch erwarten, und wer auch ernst genommen werden möchte, wird nicht darum herum kommen, die Windräder an der Weser zu verhindern", sagt Mense.
Günther Maack führe mit seiner Erfahrung den Ausschuss kompetent und honorig-humorig, erklärt Gert-Armin Neuhäuser (WGS) zur Bauausschusssitzung. Dass Maack am Ende mit der SPD gestimmt hat, sei Ausdruck des freien Mandats und zu akzeptieren.
"Wenn ich aber in der gestrigen Schaumburger Zeitung lese, dass Günther Maack nur deshalb für einen Windpark unter der Schaumburg gestimmt hat, um ein Patt im Ausschuss zu vermeiden, und er aber in zwei Wochen im Rat anders abstimmen will, er also eigentlich anderer Meinung ist, als wie er abgestimmt hat, fällt es mir schwer, dies nachvollziehen zu können.
Wir können dann künftig im Bauausschuss statt abzustimmen doch gleich eine Münze werfen, wenn es auf sachliche Argumente für eine Abstimmung nicht ankommt." Artikel vom 03.09.2010 Schaumburger Zeitung
FDP Ortsverband Rinteln: Hände weg vom Messingberg
Erweiterung des Abbaugebietes am Messingberg ist unverantwortlich 17.08.2010
Auf der letzten Mitgliederversammlung am 12.08.2010 des FDP Ortsverbandes be-kräftigten die Anwesenden erneut ihre Ablehnung zum erweiterten Gesteinsabbau am Messingberg. Bei einer am 04. Februar 2010 durchgeführten Anhörung zur Erweite-rung des Abbaugebietes im Hotel Grafensteinerhöhe in Steinbergen wurden alle Ein-wände der Abbaugegner und verschiedener Organisationen als gegenstandslos abgeschmettert. Lediglich der zu erwartende Steinschlag durch Sprengungen wurde diskutiert und letztlich als bedenkenlos akzeptiert. "Was dort läuft ist unverantwortlich, sagt Mense, denn man will uns lt. Gutachten glaubhaft machen, dass durch den Erweiterungsabbau der marode Bergkamm auf der gegenüberliegenden Seite des Geländes nicht gefährdet sei. Wer hat das Gutachten in Auftrag gegeben? Ist es ein neutrales Gutachten? Diese Fragen sind doch erlaubt, sagt Mense. Auch wenn die Norddeutsche Naturstein GmbH seit Jahren eine Abbaugenehmigung hat, müsse die Verwaltung alles unternehmen, um den Erweiterungsabbau zu verhindern, waren sich die Liberalen einig.
» Rinteln
FDP-Verband lehnt erneut Windräder an der Weser ab 28.07.2010
RINTELN (ste). Der FDP-Ortsverband Rinteln hatte bereits im September 2008 und Mai 2009 öffentlich gemacht, dass sich Windkrafträder in Wohngebieten und in der Nähe von Wohngebieten von selbst verbieten, und dass sie auch in landschaftlich schönen Gegenden nicht zu akzeptieren seien. "Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass ihre Lebensqualität nicht beeinträchtigt wird, und auch der Natur- und Landschaftsschutz dürfen bei diesem Ansinnen nicht vernachlässigt werden", so die Liberalen. "Es ist schon erstaunlich, dass man solche Landstriche wie hier an der Weser in der Nähe von Wohngebieten als Vorranggebiete zulässt, obwohl die Windräder immer größer werden. Auch die Gefahr ist nicht zu unterschätzen, so Heiner Schülke, die von den bis zu 150 Meter hohen Windrädern ausgehen, wenn sich bei frostigen Temperaturen wie im letzten Winter Eisbrocken bilden, die dann unkontrolliert in die Landschaft geschleudert und so zu tödlichen Geschossen werden. Und da Windräder auch keine touristischen Highlights sind, haben sie in unserem schönen Wesertal schon gar nichts verloren!" In seiner Pressemeldung betont Mense auch, dass die Windkraft aus einem sinnvollen Energiemix nicht wegzudiskutieren sei, und dass man aus energiepolitischen Gründen nicht auf sie verzichten könne: "Wir wollen als Liberale die Windkraft auch nicht verhindern, aber wir müssen kritisch sein und Einspruch anmelden, wenn aus der Notwendigkeit ein zu profitabler Selbstzweck wird." Seiner Meinung nach gehöre Windenergie dorthin, wo die Effizienz der Windkraft zum günstigsten Kosten-Nutzen-Verhältnis führt und den besten Ertrag verspricht. Nach den zwischenzeitlichen Diskussionen um das neue Vorranggebiet im den Ortsteilen Deckbergen und Westendorf, bleibt die FDP Rinteln bei ihrer ablehnenden Haltung, so Mense.